Monat: Mai 2019

Über die Frage, ob „Robo-Eltern“ Steuern zahlen sollten…

Über die Frage, ob „Robo-Eltern“ Steuern zahlen sollten…

In Kalifornien fahren die autonomen Fahrzeuge schon auf den Straßen. Lastwagen werden sehr wahrscheinlich in naher Zeit auch ohne die Fahrer auskommen. Der Taxi-Dienstleister Uber arbeitet fieberhaft an der Entwicklung von Taxis ohne Fahrer. Ganze Fabrikhallen produzieren PKWs mit nur wenigen Menschen als Service-Techniker.

Robo-Kuscheltiere besänftigen alte Menschen in Altersheimen. Google, Tesla und andere Daten- und Tech-Giganten erwirtschaften zunehmend mehr und mehr Geld ohne Menschen dafür zu brauchen. China bestellt in Japan Millionen von Robo-Maschinen, da selbst dort die menschliche Arbeit teurer und unzuverlässiger geworden ist als das menschliche Pendant. Die kleinen Imbiss-Buden in Asien sind eigentlich ein Inbegriff der Kultur dort und bedeuten Arbeit für sehr viele Menschen. Andererseits kochen mittlerweile schon Roboter in Food-Restaurants das Essen und Roboter liefern es an den Tisch.

Trecker fahren in den USA automatisch über Quadratkilometer von relativ leblosen Monokulturen, die zudem noch mit Tonnen an Pestiziden behandelt werden. Die Nachrichten berichten von weitgehendem Artensterben in der Tierwelt. Ölkonzerne und Automobilkonzerne verdienen trotz sehr wahrscheinlich zu erwartenden Klima-Konsequenzen lieber Geld anstatt verantwortlich und nachhaltig zu handeln.

Weil man also mit Geld Maschinen kaufen kann, die dann fast ohne Menschen zu brauchen noch mehr Geld erwirtschaften, ist zu erwarten, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich noch weiter aufspreizen wird als es jetzt schon der Fall ist.

Da die Entwicklung auf der anderen Seite auch positive Aspekte besitzt, wenn die Gewinne in die Gemeinschaft in angemessener Weise zurückfließen, sollte die Politik Rahmenbedigungen setzen, die den sozialen Aspekt der Marktwirtschaft klarer hervortreten lassen.

Wir stellen einmal ein paar Fragen auf, die jeder für sich selbst beantworten mag.

  • Tragen Gewinne aus maschineller Fertigung dem Sozialsystem zu ?
  • Sollten ertragreiche Finanztransaktionen angemessen besteuert werden ?
  • Sollten Gewinne aus „digitaler Produktion“ angemessen besteuert werden ?
  • Sollte man sich über die Erträge freuen, um sie zum Beispiel für eine würdigere Bezahlung von mehr Pflegekräften zu verwenden ?

Denn bei allem Fortschritt muss die Wirtschaft und Politik eines dringend beherzigen: der Mensch steht im Mittelpunkt!

Dr. Ditmar Teschke für AUFBRUCH C

AUFBRUCH C fordert die Reaktivierung der Bahnstrecke Lemgo – Barntrup

AUFBRUCH C fordert die Reaktivierung der Bahnstrecke Lemgo – Barntrup

Aus den Städten und Gemeinden des lippischen Ostens haben viele ihre Arbeitsplätze in anderen Orten in Lippe und darüber hinaus. Diese Menschen benötigen dringend die Reaktivierung der „Begatalbahn“. Die Pendlerrechnung von IT NRW (siehe Quellenverweise unten) belegt für diese Region die Pendlerströme. Die Anbindung an das überregionale Bahnnetz würde die Region attraktiver machen und stellt eine aktive Förderung dar. Von der FH-Lippe wurde diese Strecke als Pilotprojekt für Taxi-Züge ins Gespräch gebracht.
AUFBRUCH C Lippe fördert den Bahn-, Bus- und Radverkehr im Kreis Lippe.
Quellenhinweise: