Monat: März 2020

Heuschrecken!

Heuschrecken!

Nicht nur in Afrika werden gerade gesunde landwirtschaftliche Flächen von Heuschrecken abgefressen und vernichtet – zum Schaden der Menschen, die das in Jahren mühsam aufgebaut haben! Auch die Finanz-Heuschrecken schlagen derzeit zu. Hierzulande genannt: Hedgefonds.

Sie setzen Milliarden auf fallende Kurse bei Börsen und großen, gesunden Unternehmen. Bereichern sich so an der durch Corona leidgeprüften Wirtschaft. Die Regierung muss unbedingt reagieren und jegliche Form von Optionshandel und anderen Spekulationsgeschäften beenden! Es war schon lange dran, aber gerade in dieser Krise muss das endlich nicht nur ausgesetzt, sondern grundsätzlich verboten werden – und alle platzierten Geschäfte rückabgewickelt. Und wenn es dazu ein Gesetz braucht – liebe Politiker in Berlin, dann beschließt es! Heute! Zum Schutz unserer Unternehmen und deren Beschäftigten.

Claus Preuss

Eine Zeit der Chancen

Eine Zeit der Chancen

Es ist die Vernunft, die das richtige Handeln erst ermöglicht! ­

Zu selten bestimmt aber dieser Grundsatz mein tägliches Leben. Wem geht dies auch so? Zum Beispiel im Straßenverkehr. Wie schnell verurteilen wir andere und ärgern uns, weil deren Fehlverhalten vermeintlich zu einer Beeinträchtigung meiner eigenen Pläne führt? Ob Corona- Krise oder nicht, Besonnenheit und Vernunft wird in unserer Gesellschaft immer kleiner geschrieben, unsere Bequemlichkeit steht an erster Stelle. Dabei fängt es doch bei uns selbst an.

Corona – eine Krise die längst uns alle betrifft.

Umso wichtiger ist es nun zu verstehen, dass eine gesunde Gemeinschaft nicht nur in solchen Zeiten davon abhängig ist, dass jeder Verantwortung übernimmt. Für sich selbst, in schweren Zeiten wie diesen aber vor allem auch für Mitmenschen. Stichwort: Hygiene, Abstand halten usw.

„Solidarität beginnt dort, wo man anderen noch etwas übrig lässt“ – nicht wahr, liebe Hamster?

Verantwortung für uns selbst zu tragen fällt manchmal schon schwer. Manche wollen dies vielleicht sogar gar nicht. Sie aber noch für den Nächsten zu übernehmen ist in dieser Zeit notwendig, für manche sogar lebensnotwendig.

Ich wünsche mir, dass wir Vernunft neu begreifen, um jetzt die richtigen Entscheidungen zu treffen wo wir zugeben müssen, wie sehr wir doch abhängen von Systemen des Finanzwesens und der Wirtschaft. Jetzt, wo unser als Selbstverständlichkeit betrachtetes Gesundheitssystem und der soziale Zusammenhalt wackeln. Und wir plötzlich damit konfrontiert werden, dass nicht alles so sicher ist wie es scheint und wir selbst nicht alles so im Griff haben wie wir es uns oft vormachen. Ein „kleiner“ Virus reicht aus, um die Welt wie wir sie kennen zu erschüttern.

Vielleicht ist dies auch eine Zeit der Chancen! Weil wir, nicht zuletzt die Politik, verstehen müssen, dass wir eine Krise nur gemeinsam überstehen können. Erkennen, was wirklich wichtig ist. Und so Entscheidungen treffen die vernünftig, wirkungsvoll, praktikabel und nachhaltig sind. Dass das Leben auch ohne Krise mit mehr Zusammenhalt in allen Bereichen besser zu bewältigen ist. Und, dass die Angst, Hilflosigkeit und der Frust der Menschen ernstgenommen werden muss.

Nun wird die Zeit nach der Corona- Krise wohl leider nicht in einem anhaltenden Weltfrieden enden, aber vielleicht uns selbst, die Regierung, unsere Politik, Wirtschaft und den Umgang mit eigentlich so selbstverständlichen Dingen und Gütern unseres Alltags verändern. Ich hoffe, dass im Jahr 2020 viele verstehen werden, welche systemrelevanten Berufe es doch gibt, dass wir den Personalmangel und teils schlecht ausgebaute Systeme dort endlich ernst nehmen müssen. Und dass wichtige Stützen unseres Lebens und der Gesellschaft wirkungsvoll und nachhaltig verbessert und geschützt werden müssen. Stichwort: Gesundheit, Umwelt, Finanzen, Soziales usw.

Leider muss oft erst etwas Schlimmes passieren, damit Dinge sich verändern. Aber Fakt ist, die Welt wird sich nach Corona verändert haben, warum dann nicht zu einer bisschen besseren?

In diesem Sinne lasst uns heute mit Verstand Abstand halten, damit wir morgen wieder aufeinander zugehen können!

Keine falsche Panik verbreiten, bewusst handeln, Desinfektionsmittel und Handschuhe sinnvoll einsetzen und uns neu bewusst werden, dass manches was wir als Selbstverständlichkeit betrachten, doch auch Luxus sein kann.

Jonathan Fiedler

Ist Bad Salzuflen als Wirtschaftsstandort von der Stadt wirklich gewollt?

Ist Bad Salzuflen als Wirtschaftsstandort von der Stadt wirklich gewollt?

In einem Artikel vom 6. März in der Landeszeitung wird den Stadtverantwortlichen vorgeworfen, zu wenig für die Wirtschaftsförderung zu tun. Zu Recht. Demnach wird offensichtlich zwischen den beiden großen Parteien gestritten ob man sofort jemanden einstellt (SPD) oder nach der Wahl die Strukturen anpasst (CDU).

Unserer Meinung nach ist das eine oberflächliche Betrachtung und es fehlen konkrete Inhalte. Eine Stelle mehr bringt doch nichts, wenn es kein Konzept gibt, was man mit den Mehrkapazitäten anfangen möchte, was diese Stelle denn bewirken soll. Eventuell reicht eine weitere ganze Stelle gar nicht für die gesetzten Ziele. Und: gibt es denn überhaupt definierte Ziele?

Strukturen zu ändern hört sich ja erstmal gut an, aber welche? Wozu? Welche Strategie wird damit verfolgt?

Unserer Meinung nach müssen zunächst Ziele definiert werden. Und dann ein Plan verabschiedet zur Zielerreichung. Hat man (nur) das Ziel, die Unternehmen öfter zu besuchen und sich mehr auszutauschen? Oder hat man das Ziel, die hier ansässigen Unternehmen konkret besser zu unterstützen? Zum Beispiel mit der intensiveren Bemühung, endlich mehr Gewerbeflächen bereit zu stellen.

Besteht das Ziel darin, die bestehenden Unternehmen hier zu halten, oder auch neue Firmen für den Standort zu gewinnen?

Unternehmen schaffen Arbeitsplätze, das wiederum zieht Arbeitnehmer in die Region, dies bringt dann höhere Einnahmen bei Gewerbesteuern, mehr Umsätze in Gastronomie und Handel usw. Das alles kommt doch der Stadt und ihren Bürgern zugute.

Es ist also wichtig darüber nachzudenken, welche überprüfbaren (!) Ziele durch die Verabschiedung eines geeigneten Maßnahmenbündels erreicht werden sollen – und wie viele Stellen man im Rathaus dazu wirklich benötigt. Viele Unternehmer sind grundsätzlich gerne in Bad Salzuflen, warum gründet man nicht einen „Wirtschaftsbeirat der Stadt Bad Salzuflen“, der sich aus Vertretern verschiedener Branchen und Unternehmensgrößen zusammensetzt? Dieser könnte in einem engen Austausch mit der Stadt und Wirtschaftsförderung bleiben, unterstützt bei den Vorhaben und reflektiert die vorgesehenen Maßnahmen. Zudem würde dies sicherlich zu einem viel besseren gegenseitigen Verständnis führen.

Verkauf unseres Landes stoppen!

Verkauf unseres Landes stoppen!

Als Bürger dieses Landes brauchen wir Straßen, Schulen, Krankenhäuser, Trinkwasserversorgung, öffentliche Verkehrsmittel und Wohnraum der bezahlbar ist. Dies alles sind Dinge der Daseinsvorsorge und müssen, egal wieviel Geld dem Einzelnen zur Verfügung steht, für jeden bezahlbar bleiben.

Wir als Bürger wollen es ja nicht „kostenlos“ zu Verfügung haben, deswegen zahlen wie auch durch eine Vielzahl von Steuern. AUFBRUCH C setzt sich dafür ein, dass diese Gemeingüter die uns alle gehören von der Wirtschaft nicht zur Gewinnmaximierung missbraucht werden, sondern zu erschwinglichen Preisen bereitgestellt werden.

Jens Köhler